Der Journal Club im Mai 2026 beschäftigte sich mit dem Thema: „Angehörige im Pflegeprozess“. Die Einbindung von Angehörigen in den Pflegeprozess gewinnt im klinischen Alltag zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass pflegende Angehörige oft nicht ausreichend informiert oder vorbereitet werden. Im Journal Club wurden deshalb aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rolle von Angehörigen im stationären Setting diskutiert.
Die Einbindung von Angehörigen ist nicht nur pflegefachlich relevant, sondern auch gesetzlich verankert. Das Pflegeberufegesetz beschreibt die Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen unter Einbeziehung sozialer Bezugspersonen ausdrücklich als pflegerische Vorbehaltsaufgabe. Auch der DNQP-Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ betont die Bedeutung von Angehörigenarbeit. Ergänzend verweist der ICN-Ethikkodex auf die Verantwortung zur Information von Patienten und Patientinnen und deren Familien als Grundlage informierter Entscheidungen sowie auf Aspekte der Sicherheit.