Geschichte und Bedeutung des Pflegeprozesses (Lektorat Pflege & Menche, 2007)
1950er: Definition des Pflegeprozesses von Pflegewissenschaftlerinnen in den USA
1985 kam die Diskussion des Pflegeprozesses in Deutschland durch das Krankenpflegegesetz in Gang. Durch dieses wurde die Dokumentation nach der Pflegeprozessmethode verbindlich für professionell Pflegende.
1995beinhaltete das Pflegeversicherungsgesetz die Pflicht zur systematischen Pflegeplanung und -dokumentation.
Beginn der Auffassung Pflege als systematisch zu planender Prozess anzusehen.
Entwicklung zu eigenständigen Profession und dadurch Vergrößerung des Verantwortungsbereichs.
Notwendigkeit entsteht, Instrumente, um selbstständig, systematisch und zielgerichtet handeln zu können, zu entwickeln.
Der Pflegeprozess unterstützt Pflegende bei der Erfassung und Bewertung der Pflegesituationen bei Menschen jeden Alters.
Die Gestaltung der Pflege als Prozess fordert eine kritische Reflexion des eigenen Handelns und die Anwendung von aktuellem Pflegewissen.
Die zielgerichtete Vorgehensweise durch den Pflegeprozess grenzt die berufliche Pflege von der informellen Pflege ab.
Er beruht auf der Interaktion zwischen Patient bzw. Patientin und Pflegeperson.
Das Ziel ist es, dem Patienten bzw. der Patientin durch den Pflegeprozess seine Ressourcen aufzuzeigen und diese zu fördern.
Durch die fachliche und kommunikative Kompetenz der Pflegekaft wird der Patient bzw. die Patientin durch den Prozess begleitet und seine Angehörigen mit einbezogen.
Die Pflegeplanung stellt ein zentrales Instrument der Qualitätssicherung in der Pflege dar.
Reuschenbach, B. (2011): Definition und Abgrenzung des Pflegeassessments, in: Reuschenbach, B. & Mahler, C. (Hrsg.). Pflegebezogene Assessment Instrumente. Internationales Handbuch für Pflegeforschung und -praxis. Heidelberg: Huber.
Autor:in
Lena Keppeler
Ricarda Walk
Pflegewissenschaftlerin
Pflegeexpertin APN
Stabsstelle Digitalisierung und Pflegewissenschaft