Nährstoffe sind chemisch definierte organische und anorganische Bestandteile der Nahrung, die beim Ablauf der Lebensvorgänge eines Organismus als Energielieferanten, Baustoffe und Steuerungssubstanzen dienen. (Reiner & Daniel, 2010, S.217)
Wozu dienen Nährstoffe?
Braucht der Körper zur Selbsterhaltung und zum Funktionieren.
Dienen als Energielieferanten.
Dienen als Baumaterial.
Makronährstoffe (Energielieferanten)
Kohlenhydrate
Einteilung in Einfachzucker, Zweifachzucker, Mehrfachzucker.
Aufnahme: Spaltung im Darm, Transport vom Blut in die Körperzellen, Nutzung als Energiequelle oder Speicherung in Form von Glykogen
Kommen vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vor; Einfachzucker in Süßwaren, Mehrfachzucker in Getreideprodukten
Proteine
Aufbau: aus Aminosäuren
Abbau und Aufnahme: Spaltung im Darm; in der Leber entstehen körpereigene Aminosäuren
Aufgaben: Baustoff von Zellen, Bestandteil von Enzymen, Hormonen, Transportstoffen, Gerinnungskörpern und Antikörpern, Energielieferant
Kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor.
Besonderheit bei kranken bzw. alten Menschen:
Eiweißbedarf: nach Operationen, bei konsumierenden Erkrankungen, Wundheilungsstörungen, zur Regeneration
Eiweißbeschränkung: bei Niereninsuffizienz
Fette
Aufbau Triglyzeride: Alkohol mit drei Fettsäuren
Aufgaben: Energieträger und -speicher, Träger für essenzielle Fettsäuren und fettlösliche Vitamine, Bestandteil von Membranen, Isolation von Organen, Vorstufen für Botenstoffe
Abbau und Aufnahme: Spaltung, Aufnahme in Darmzellen, Speicherung, Abtransport über Lymphe, Verteilung im Körper
Vorkommen:
Gesättigte Fettsäuren: vorwiegend in tierischen Fetten
Besonderheiten für alte Menschen: angedickte Getränke, besonders geformte Tassen können Flüssigkeitsaufnahme erleichtern
Besonderheiten für kranke Menschen: bei Herz- und Niereninsuffizienz reduzierte, bei Fieber und erhöhter Schleimproduktion erhöhte Flüssigkeitszufuhr
Mikronährstoffe (nicht-energieliefernd)
Vitamine
Müssen regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden.
Dienen vorrangig als Co-Faktoren von Enzymen und Transportproteinen.
Fettlösliche Vitamine: A, D, E, K; können gespeichert werden, sind in fetthaltigen Lebensmitteln enthalten
Wasserlösliche Vitamine: B-Vitamine, Folsäure, Pantothensäure, Biotin, Niacin, Vitamin C; können nur kurze Zeit gespeichert werden, müssen regelmäßig aufgenommen werden
Besonderheiten für kranke Menschen: Nebenwirkungen von Medikamenten können die Versorgung mit Nährstoffen beeinträchtigen; regelmäßige laborchemische Kontrollen notwendig