Wundassessment
- Medizinische Wunddiagnose
- Wundklassifikation
- Schweregradeinteilung
- Bisherige diagnostische und therapeutische Maßnahmen (zur Wundversorgung und Grunderkrankung)
- Wundlokalisation
- Wunddauer
- Rezidivanzahl
- Wundgröße (Größte Länge und Breite, Wundtiefe, Taschen, Fisteln, Untertunnelungen)
- Wundrand/-umgebung (unterminiert, mazeriert, neurotisch ödematös, gerötet)
- Häufigste Gewebeart
- Wundgeruch
- Exsudation (Menge, Beschaffenheit, Farbe)
- Infektionszeichen (Rötung, Schwellung, Überwärmung, Funktionseinschränkung, Schmerzen)
Was sind die Voraussetzungen der bildlichen Wunddokumentation und wie wird dies durchgeführt?
Hintergrund
Visualisierung der schriftlichen Dokumentation des aktuellen Wundzustands und Verdeutlichung des Heilungsverlaufs
Voraussetzungen
- Aufklärung und Information des Pflegeempfängers bzw. der Pflegeempfängerin über die Fotoerstellung und deren Verbleib
- Einholen der Zustimmung des Pflegeempfängers bzw. der Pflegeempfängerin oder gesetzlichen Betreuers bzw. Betreuerin und schriftliche Dokumentation in der Akte
- Bei der Erstellung von Fotos vor Einverständniseinholung ist dieses rückwirkend einzuholen
- Eindeutige Zuordnung des Fotos zu dem jeweiligen Pflegeempfänger bzw. der Pflegeempfängerin
Durchführung
- Kenntlich machen der Wundgröße mit einem Einmalmaßband
- Erstellen der Fotos nach der Wundreinigung
- Vermeiden von Schattenbildung
- Verwenden eines neutralen, ruhigen Hintergrundes
- Achten auf ausreichende Bildschärfe
- Achten auf gleiche Lichtverhältnisse, gleichen Abstand und gleichen Winkel
- Wunde sollte mindestens 1/3 des Fotos einnehmen
- Löschen der Fotos gleich nach dem Überspielen der Speicherkarte, wenn Digitalkameras von mehreren Bereichen genutzt werden
Literatur
Protz, K. & Timm, J. H. (2020): Wundmanagement. In: I care Pflege (S. 666-691). Stuttgart: Thieme.
Protz, K. (2017): Was gehört in die Wunddokumentation?. Die Schwester Der Pfleger, 9, 40-45.
Autor:in
Kathrin Ebertsch
Teamleitung Projektmanagement
Stabsstelle Digitalisierung und Pflegewissenschaft, Universitätsklinikum Augsburg