Definition
Mangelernährungsprophylaxe umfasst präventive Strategien zur Sicherstellung einer ausreichenden Ernährung, um Mangelzustände und die damit verbundenen gesundheitlichen Folgen zu vermeiden.
Ursachen von Mangelernährung
- Ungenügende Nahrungsaufnahme: z. B. durch Appetitlosigkeit, Kau- und Schluckbeschwerden.
- Erhöhter Bedarf: z. B. bei Krankheiten, Wachstum, Schwangerschaft.
- Nährstoffverluste: z. B. durch Erbrechen, Durchfall oder chronische Erkrankungen (z. B. Niereninsuffizienz).
- Psychosoziale Faktoren: z. B. Armut, Isolation oder fehlendes Wissen über Ernährung.
Ziele der Mangelernährungsprophylaxe
- Vermeidung von Nährstoffdefiziten: Sicherstellen, dass der Körper alle benötigten Makro- und Mikronährstoffe erhält.
- Erhalt der körperlichen und geistigen Funktion: Vorbeugung von Komplikationen wie Muskelschwund, Immunschwäche oder kognitivem Abbau.
- Verbesserung der Lebensqualität: Unterstützung der Genesung und Reduktion von Krankheitsrisiken.
Maßnahmen zur Prophylaxe
Ernährungsassessment: Regelmäßige Kontrolle des Ernährungsstatus (z. B. Body-Mass-Index, Blutuntersuchungen).
Angepasste Ernährung: Versorgung mit energiereichen und nährstoffreichen Lebensmitteln, z. B. durch angereicherte Nahrung.
Beratung und Aufklärung: Schulungen zu gesunder Ernährung, speziell für Risikogruppen (ältere Menschen, chronisch Kranke).
Künstliche Ernährung: Bei Bedarf enterale oder parenterale Ernährung.
Soziale Unterstützung: Förderung der Esskultur, Schaffung von Essgemeinschaften und Zugang zu Lebensmitteln für Bedürftige.
Was sind Folgen einer Mangelernährung?
- Körperliche Schwäche
- Infektionsneigung
- Schlechte Wundheilung
- Tod