Intertrigoprophylaxe

Definition

Intertrigo (intertriginöses Ekzem, Wundsein): Oberflächliche Dermatitis, die durch Feuchtigkeit an Körperstellen entsteht, an denen Schweiß nicht gut verdunsten kann. Die Haut nässt und ist hochrot, die Epidermis ist aufgequollen und hat ggf. oberflächliche Hautdefekte. Die bzw. der Betroffene klagt über Schmerzen und Juckreiz. Bakterielle und Hefepilzinfektionen können sich entwickeln.

Intertrigoprophylaxe umfasst Maßnahmen zur Vermeidung von Hautreizungen in Hautfalten, die durch Feuchtigkeit und Reibung entstehen.

Risikofaktoren

Besonders intertrigogefährdete Stellen:

  • Achselhöhlen
  • Bei Frauen: unter den Brüsten, in Bauchfalten, Leisten, vorderer Intimbereich
  • Bei Männern: unter dem Hodensack und in der Gesäßfalte
  • Bei Kindern: Halsfalten

Maßnahmen

  • 3-mal täglich gefährdete Stellen beobachten.
  • 2-mal täglich mit klarem Wasser waschen und sorgfältig trocknen.
  • Schweißaufsaugende Kompressen o. Ä. in Hautfalten einlegen.
  • Bei starkem Schwitzen Kleidung/Wäsche wechseln.

Literatur

Menche, N., Keller, C., Teigeler, B. (2023). Pflege heute (8. Aufl., S. 98). Elsevier

Autor:in

Laura AnderleSabrina TilmesMehmet Can
Mitarbeiterin (ehem.)Wissenschaftliche Mitarbeiterin (ehem.)Pflegespezialist
Stabsstelle Digitalisierung und PflegewissenschaftStabsstelle Digitalisierung und PflegewissenschaftStation 8.1 HTC
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