Sturzprophylaxe in der Pflege

Relevanz & Zielsetzung

  • Vorbeugen von Stürzen und Minimierung von Sturzfolgen
  • Erhaltung bzw. Wiederherstellung einer größtmöglichen sicheren Mobilität in Zusammenhang mit einer gesteigerten Lebensqualität
  • Freiheitsentziehende Maßnahmen zur Sturzprophylaxe sind nicht im Sinne dieses Expertenstandards
  • Sturzfolgen reichen von physischen Auswirkungen wie Prellungen, Wunden oder Frakturen bis hin zu psychischen Auswirkungen wie beispielsweise einer Einschränkung des Bewegungsradius oder einer sozialen Isolation

Welche Voraussetzungen sind nötig? (Strukturkriterien)

Die Pflegefachkraft verfügt über

  • die Kompetenz zur Einschätzung des Sturzrisikos
  • das Wissen geeigneter Interventionen zur Vermeidung von Stürzen als auch zur Minimierung sturzbedingter Folgen
  • die Kompetenz zur Planung geeigneter Maßnahmen
  • die Kompetenz zur Information, Schulung und Beratung bzgl. des Sturzrisikos und entsprechender Maßnahmen
  • die Kompetenz zur Durchführung und Koordination der Maßnahmen
  • die Kompetenz zur Evaluation der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Sturzprophylaxe

Die Einrichtung

  • verfügt über eine Verfahrensregelung zur Sturzprophylaxe
  • ermöglicht Interventionsangebote
  • gewährleistet räumliche und technische Voraussetzungen, als auch Hilfsmittel für eine sichere Mobilität
  • stellt Ressourcen zur Verfügung für die Auswertung und Analyse von Stürzen

Welche Maßnahmen und Ziele werden berücksichtigt?

Tabelle 1 Prozess- und Ergebniskriterien beim Sturzprophylaxe in der Pflege

Literatur

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2013): Expertenstandard. Sturzprophylaxe in der Pflege. Online verfügbar unter: https://www.dnqp.de/fileadmin/HSOS/Homepages/DNQP/Dateien/Expertenstandards/Sturzprophylaxe\_in\_der\_Pflege/Sturz\_2Akt\_Auszug.pdf (zuletzt geprüft am 29.10.2024).

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (2022): Expertenstandard. Sturzprophylaxe in der Pflege. 2. Aktualisierung.

Autor:in

Laura Anderle

Mitarbeiterin Stabsstelle Digitale Vernetzung in der Pflege (ehem.)

Universitätsklinikum Augsburg

aktualisiert von:

Martina Otto (M. A.)

Team Projektmanagement, Stabsstelle Digitalisierung und Pflegewissenschaft

Universitätsklinikum Augsburg