Obstipationsprophylaxe

Definition

Obstipation bezeichnet eine verzögerte oder erschwerte Darmentleerung, oft verbunden mit hartem Stuhl oder seltener Stuhlentleerung (< 3 Mal pro Woche).

Ursachen von Obstipation

  • Ernährung: Ballaststoffarme Kost, unzureichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Bewegungsmangel: Z. B. bei Bettlägerigkeit oder eingeschränkter Mobilität.
  • Medikamente: Schmerzmittel (z. B. Opiate), Antidepressiva, Eisenpräparate.
  • Psychologische Faktoren: Stress, Depression oder Unterdrückung des Stuhlgangs.
  • Krankheiten: Darmträgheit, neurologische Erkrankungen, z. B. Parkinson oder Multiple Sklerose.

Ziele der Obstipationsprophylaxe

  • Regelmäßige Darmentleerung fördern: Verbesserung der Darmbewegung (Peristaltik).
  • Beschwerden vorbeugen: Vermeidung von Bauchschmerzen, Blähungen oder Hämorrhoiden.
  • Lebensqualität steigern: Erhalt eines geregelten Verdauungsablaufs.

Maßnahmen zur Prophylaxe

  • Ernährungsanpassung: Ballaststoffreiche Kost (z. B. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse). Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 1,5–2 Liter pro Tag).
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, wie Spazierengehen oder Gymnastik.
  • Toilettengewohnheiten:bRegelmäßige Zeiten für den Stuhlgang einplanen. Entspannte Toilettensituation schaffen.
  • Massagen und Lagerung: Bauchmassagen im Uhrzeigersinn zur Anregung der Darmtätigkeit.
  • Medikamentöse Maßnahmen: Nur bei Bedarf und nach ärztlicher Rücksprache (z. B. osmotische Laxanzien).

Was sind Folgen einer Obstipation?

  • Bauchschmerzen
  • Aufgeblähter Bauch
  • Schwerwiegende Folgeerkrankungen

Literatur

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