Welche Grundannahmen stehen hinter dem Modell?

  • Verständnis und Wahrnehmung von zwischenmenschlicher Kommunikation
  • Techniken zur Entwicklung und Erkennen kommunikativer Kompetenz
  • Die verschiedenen „Seiten“ und „Ohren“ zeigen die Komplexität zwischenmenschlicher Kommunikation mit möglichen Störfaktoren auf.
  • Durch das Modell können Störfaktoren sowohl auf Ebene des Senders bzw. der Senderin als auch des Empfängers bzw. der Empfängerin identifiziert werden.
  • Ursachen für einen Konflikt können analysiert werden.

Jede Nachricht eines Senders beinhaltet vier gleichzeitig wirksame Punkte

  • Sachinhalt: Informationen, Fakten
  • Beziehung: In welchem Verhältnis stehe ich zum Gegenüber
  • Selbstoffenbarung: Was gebe ich von mir selbst preis, z. B. Einstellungen
  • Appell: Erwartungen an meinen Gesprächspartner bzw. -partnerin, Handlungsaufforderung
  • 4 Seiten einer Nachricht

Abbildung 1 Die 4 Seiten einer Nachricht (Georg Thieme Verlag 2020, S. 10)

Hier entgegen stehen die „4 Ohren“ der aufnehmenden Person

  • Sachohr: Wie kann der Sachverhalt verstanden werden?
  • Beziehungsohr: Wie spricht die andere Person mit mir?
  • Selbstoffenbarungsohr: Mit was für einer Person habe ich es zu tun?
  • Appellohr: Wie soll ich aufgrund der Mitteilung des Anderen handeln?

Abbildung 2 4-Ohren-Modell (Georg Thieme Verlag 2020, S. 10)

Wann gelingt eine Kommunikation?

  • Der Sender der Nachricht muss alle vier Seiten berücksichtigen.
  • Jedoch muss auch die Reaktion des Empfängers sowie der Kommunikationsverlauf einbezogen werden.

Literatur

Georg Thieme Verlag (2020): Die 4 Seiten einer Nachricht. Arbeitsblatt I care Pflege 10.2.3. Online verfügbar unter: https://icareplus-testen.thieme.de/wp-content/uploads/unterrichtsmaterial/arbeitsblaetter/10.2.3 Die 4 Seiten einer Nachricht.pdf (zuletzt geprüft am 04.09.2024).

Rogall, R., Josuks, H., Adam, G. & Schleinitz, G. (2005): Professionelle Kommunikation in der Pflege und Management. Hannover: Schlütersche.

Autor:in

Lisa Daufratshofer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Projekt CARE REGIO (ehem.)

Stabsstelle Digitalisierung und Pflegewissenschaft, Universitätsklinikum Augsburg